und Naturwissenschaften
170 Teilnehmende beim internationalen Mathematik-Wettbewerb Náboj in Hamburg
16. März 2026, von MIN-Dekanat

Foto: UHH/MIN/Goertz
Vergangenen Freitag nahmen 170 Schülerinnen und Schüler aus Hamburg sowie dem Umland am internationalen Mathematik-Wettbewerb Náboj teil. Der Hamburger Wettbewerb fand erneut im Geomatikum am Fachbereich Mathematik der Universität Hamburg statt.
Während der zweistündigen Wettbewerbslaufzeit galt es, so viele mathematische Aufgaben wie möglich zu lösen. Neben mathematischem Fachwissen waren dabei Teamgeist, Einfallsreichtum und logisches Denken gefragt. Diese Fähigkeiten stellten die 38 teilnehmenden Teams im Geomatikum unter Beweis.
Besonders erfolgreich war das Seniorenteam des Christianeums: Es gewann nicht nur den Hamburger Wettbewerb, sondern belegte mit 32 gelösten Aufgaben in der deutschen Gesamtwertung den ersten Platz und erreichte international Rang 46 unter knapp 1000 teilnehmenden Seniorteams. In der Junior-Kategorie erzielte das Team des Gymnasiums Wentorf mit 29 gelösten Aufgaben das beste Hamburger Ergebnis und belegte deutschlandweit den neunten Platz.
Prof. Dr. Paul Wedrich, Professor am Fachbereich Mathematik und leitender Wissenschaftler am Sonderforschungsbereich 1624 sowie am Exzellenzcluster Quantum Universe, begrüßte die Schülerinnen und Schüler und moderierte den Wettbewerb. „Es ist eine große Freude zu sehen, wie sehr der Wettbewerb in Hamburg in den letzten drei Jahren gewachsen ist, seit wir ihn in die Stadt gebracht haben – und dass trotz der Schulferien so viele Teams zu uns gefunden haben“, sagte Wedrich. Zum dritten Mal in Folge wurde der Hamburger Wettbewerb vom Doktoranden Karim Ritter von Merkl organisiert, dem Wedrich zu diesem Erfolg gratulierte. Zwischen Wettbewerb und Ergebnisbekanntgabe erhielten die Teilnehmenden zudem Einblicke in die mathematische Forschung am Fachbereich: Die Doktoranden Alea Hofstetter und Leon Goertz berichteten von ihrer Forschung und ihrem mathematischen Werdegang. Bachelorstudentin Ha An Nguyen besprach gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern ausgewählte besonders anspruchsvolle Aufgaben aus dem diesjährigen Wettbewerb.
Náboj ist ein internationaler Mathematik-Wettbewerb für Teams mit bis zu fünf Mitgliedern einer Schule. Innerhalb von 120 Minuten versuchen die Teams, möglichst viele Aufgaben zu lösen. Jedes Team beginnt mit sechs Aufgaben – sobald eine gelöst ist, erhält es eine neue, etwas schwierigere Aufgabe. Am Ende gewinnen die Teams, die die meisten Aufgaben gelöst haben.
Es gibt zwei Wertungskategorien: In der Junior-Kategorie treten Teams an, deren Mitglieder nicht in der letzten oder vorletzten Jahrgangsstufe sind. In der Senior-Kategorie können die Teams frei aus Schülerinnen und Schülern derselben Schule zusammengestellt werden. Neben der Förderung von logischem Denken und mathematischer Kreativität steht auch die Zusammenarbeit im Mittelpunkt – eine Schlüsselkompetenz, die auch in der mathematischen Spitzenforschung unerlässlich ist.
In Deutschland wurde der Wettbewerb in diesem Jahr in Hamburg, Leipzig, Paderborn, Passau, Tübingen und Würzburg ausgetragen. International nahmen Schülerinnen und Schüler aus 16 Ländern teil: Estland, dem Vereinigten Königreich, Marokko, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, der Schweiz, Singapur, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn und Usbekistan – insgesamt in 50 Städten weltweit.
Der nächste Náboj-Wettbewerb findet am 12. März 2027 statt.





