MIN-Fakultät
und Naturwissenschaften
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14. Januar 2014, von Christine Bergmann

Hamburger Schüler hatten im vergangenen März 2013 die Gelegenheit, Gentechnik bei Pflanzen „hautnah“ zu erleben. Ebenso beinhaltete dies die Chance, in den Alltag der Forscher hinein zu schnuppern und so viele Fragen zu stellen, wie man nur konnte.
Denn Plasmide mittels Transformation in bestimmte Bakterien einzuschleusen und diese später wieder zu isolieren, um sie in Maisembryonen einzubringen, klingt „schwerer gesagt als getan“. Ich gebe zu, dass ich zu dem Zeitpunkt des Praktikums noch keine einzige Unterrichtsstunde zum Thema Genetik hatte und mir somit am Morgen des ersten Tages ein kleines bisschen verloren vorkam. Aber so gut wie keiner wusste, worauf er sich da einließ, nur, dass wir alle bereit waren, dieses Experiment durchzuziehen. Denn wann hätten wir dazu wieder die Gelegenheit?
Jeder von uns besitzt ein stark ausgeprägtes Interesse an Naturwissenschaften, sonst hätten wir keine fünf Tage unserer Märzferien „geopfert“. Allerdings muss man dazu sagen, dass es mit die beste Entscheidung war, die ich je getroffen habe. Durch dieses Praktikum habe ich nicht nur neue Freunde, sondern auch Ansprechpartner gefunden.
Am letzten Tag bekamen wir noch die Worte „Ihr könnt euch immer bei uns melden, falls ihr Fragen habt und sei es nur eine kleine zum Studium.“ mit auf den Weg. Fünf Monate vergingen, bis ich mich an diese Worte erinnerte und mich meldete. Es war der Beginn meines praktischen Teils der „Jugend forscht“-Arbeit und der „Besonderen Lernleistung“, mit der man bis zu fünf Abiturnoten aufbessern kann. Mein Thema ist „Bioplastik“ und unter anderem schließt es auch die Verrottung von den Probekörpern mit ein. Somit kam ich auf die Idee, in der Fakultät in Flottbek nachzufragen, ob ich diesen Teil dorthin verlegen könnte. Nach der Mail, dass ich gerne vorbeikommen solle, war ich erstaunt und glücklich zugleich.
Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass es mehr Spaß mit sich bringen würde, als ich vermutet habe. Jede Woche lerne ich so viel Neues dazu und kann meinen Wissensdurst stillen. Denn momentan befinde ich mich in dem Abiturjahrgang und will viel mehr über ein Studium im Bereich der Biologie erfahren, als je zuvor. Als ich dann noch erfuhr, dass einer meiner Betreuer Biochemie studierte, den Studiengang, den ich anstrebe, war mein Glück vollkommen.
Es gibt kaum etwas Besseres als praktisch wie auch theoretisch so viel über einen oder mehrere potenzielle Studiengänge in Erfahrung zu bringen, wie nur möglich. Kein Blatt Papier der Welt kann einem so viel erklären und seine Neugier auf mehr wecken, als die interaktive Kommunikation mit „Gleichgesinnten“.
Adelina Kopp, Klasse 12, Gymnasium Heidberg, Hamburg
„Brücken in die Wissenschaften“ wird von der Joachim Herz Stiftung gefördert.